Skip to content

Dalvit
Oskar

geboren am 11. März 1911 in Zürich,
gestorben am 10. Dezember 1975
Maler, Grafiker und Buchillustrator

Im Sommer malt er in Amden

Nach einer Ausbildung zum Schriftenmaler und Grafiker bei Orell Füssli in Zürich entschliesst sich Oskar Dalvit 1936 für die freischaffende Tätigkeit als Maler. Im gleichen Jahr heiratet er Hilda Schneider, die als Primarlehrerin für den Lebensunterhalt der Familie aufkommt. 1941 wird Tochter Gisela geboren, 1945 Sohn Matthias.
Über die freundschaftliche Vermittlung von Maria Marc lernt Oskar Dalvit den Kunsthändler Karl Nierendorf kennen, der sein Werk 1947 unter Vertrag nimmt. Dank der Vermittlung von Nierendorf öffnen sich Oskar Dalvit in den 1950er-Jahren viele Galerien und Museen. 1951 vertritt er die Schweiz an der Bienal de São Paulo in Brasilien.

Um dem Trubel der Stadt zu entfliehen, verbringt Oskar Dalvit seit 1944 die Sommer in Amden und bezieht 1958 hier ein Atelier. In Amden hat bereits Otto Meyer-Amden – Dalvits wichtigstes Vorbild – entscheidende Schaffensjahre verbracht.
Dalvit ist ein scharfer und besorgter Beobachter seiner Umgebung und ihrer Veränderung durch Menschenhand. So beklagt er, dass die Bauern zu immer mehr technischen Hilfsmitteln greifen und Sessel- und Skilifte die Gegend verschandeln.

In Oskar Dalvits Bildern spiegeln sich seine Reisen und Studienaufenthalte sowie sein waches Auge für alles wider, was sich in ihm und um ihn abspielt. Er selbst beschreibt seine Bilder folgendermassen: «Nach allgemeinem Sprachgebrauch ist das, was mit abstrakt bezeichnet wird, als unanschaulich, abgezogen, begrifflich geartet gedacht. Meine Bilder sind dem Gegenteil verpflichtet. Erlebtes und Erfahrenes soll anschaulich gemacht werden. Empfindungen und Gefühle sich ins Sichtbare wandeln.»

1975 stirbt Oskar Dalvit an einem Herzversagen. Seine Werke sind in verschiedenen Kunsthäusern und -sammlungen in der Schweiz sowie im Solomon R.Guggenheim Museum in New York und im Stedelijk Museum in Amsterdam zu sehen.