Gmür Johann Leonhard
geboren am 21. Mai 1771 in Amden,
gestorben 1828 in Weesen
Domdekan

Hohe Weihen für Ammler
Johann Leonhard Gmür hat eine strenge Kindheit: Wochentags muss er hart arbeiten, sonntags lernt er Deutsch und Latein. Ab seinem 14. Lebensjahr wird er von Mönchen unterrichtet, später studiert er in Brig Philosophie. Er verbringt vier Jahre im Priesterseminar in Mailand, wo er die Priesterweihe empfängt.
Zurück in Amden arbeitet er für ein Jahr als Kaplan und Schulmeister, danach als Pfarrer. Während der französischen Revolution wehrt er sich gegen die neue, kirchenfeindliche Regierung. 1816 erhebt ihn der päpstliche Nuntius zum bischöflichen Kommissär. Acht Jahre später wird er zum Domdekan ernannt und noch im gleichen Jahr nach St. Gallen berufen. Dort verbringt er vier harte Jahre, denn seine Weltanschauung deckt sich nicht mit jener von St. Gallen. 1828 stirbt Johann Leonhard Gmür als gebrochener Mann im Frauenkloster Weesen.