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Meyer-Amden
Otto

geboren am 20. Februar 1885 in Bern,
gestorben am 15. Januar 1933 in Zürich
Kunstmaler und Grafiker

Er inspirierte zur abstrakten Malerei

Als Otto Meyer drei Jahre alt ist, stirbt seine Mutter und er kommt als jüngstes von sechs Kindern zu Pflegeeltern. Seine Kindheit und Jugend verbringt er im Waisenhaus in Bern. Nach der Schule absolviert er zuerst in Bern, dann in Zürich eine Ausbildung zum Lithografen. Anschliessend studiert er an den Kunstakademien in München und Stuttgart.
Nach Studienaufenthalten in München, Paris, Colmar, Strassburg und Stuttgart erhält er 1912 von zwei befreundeten Künstlern eine Einladung nach Amden und bewohnt das Haus «Im Faren», das leer steht, seit die lebensreformerische Gruppe um Josua Klein es verlassen hat. Während seine Freunde wieder aus Amden fortziehen, lebt und arbeitet Otto Meyer bis 1928 im Bergdorf.
Szenen aus dem Waisenhaus, dem Ort seiner Jugend, sind lange Zeit das Thema seiner Bilder. Die Uniformität des Schulalltags und die strenge Geometrie der Schulräume kommen in ihnen zum Ausdruck. Otto Meyer arbeitet viel und intensiv. Der Kontakt zu seinen Nachbarn ist zwar selten, aber herzlich. Von Zeit zu Zeit empfängt er Malerfreunde. Ansonsten unterhält er regen Briefkontakt mit seinem Bruder und mit Oskar Schlemmer, einem ihm nahestehenden Malerfreund aus der Stuttgarter Zeit.

Otto Meyer, der sich in Verbundenheit zu dem Ort, der für ihn so wichtig ist, Meyer-Amden nennt, hinterlässt etwa 500 Gemälde und Zeichnungen. Obwohl er nicht ungegenständlich gearbeitet hat, gilt er als wichtiger Vorreiter der abstrakten Malerei in der Schweiz